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18.06 Freiwilliges Politisches Jahr
Pressemitteilung vom 18.06.2010
Freie Wähler zur Ablehnung eines Freiwilligen Politischen Jahres
Glauber:
Abstimmungsverhalten von Schwarz-Gelb grenzt an Realitätsverweigerung!
München (do). Die Fraktion der Freien Wähler im Bayerischen Landtag hat sich enttäuscht über die Ablehnung ihres Antrags auf Einrichtung und Förderung eines Freiwilligen Politischen Jahres geäußert. Ihr jugendpolitischer Sprecher, Thorsten Glauber, sagte, offenbar habe die Regierungskoalition kein besonderes Interesse an einem Signal gegen die immer weiter um sich greifende Politikverdrossenheit junger Menschen. „Dass die Staatsregierung die Einrichtung des Freiwilligen Politischen Jahres nun mit dem Hinweis ablehnt, es bestehe dafür überhaupt kein Bedarf, grenzt an Realitätsverweigerung! Wir beobachten ein seit vielen Jahren nachlassendes politisches Interesse und eine erschreckend niedrige Wahlbeteiligung junger Menschen. Das ist kein Wunder, denn im Freistaat mangelt es an konkreten Angeboten zur politischen Mitgestaltung. Eine konstruktive Jugendpolitik unter Schwarz-Gelb existiert nicht.“
Glauber sagte weiter, in Bayern engagierten sich jährlich rund 3.000 junge Menschen in einem Freiwilligen Sozialen bzw. Ökologischen Jahr. „Dagegen stoßen politische Organisationen auf eine wachsende Skepsis unter Jugendlichen – und das, obwohl viele von Ihnen sehr wohl nach einem sinnvollen Betätigungsfeld suchen. Dazu müssen wir sie aber auch genau dort ‚abholen‘ und für eine freiwillige politische Tätigkeit gewinnen. Auf diese Weise möchten die Freien Wähler erreichen, dass Politik wieder mehr Vertrauen und Verständnis genießt“, betont der oberfränkische Abgeordnete.
Das von der Landtagsfraktion der Freien Wähler vorgeschlagene Freiwillige Politische Jahr sieht vor, die bereits bestehenden Einrichtungen des Freiwilligen Sozialen und Ökologischen Jahres um den Bereich politischen Lebens und Arbeitens zu erweitern. „Obwohl sich die Staatsregierung im Koalitionsvertrag für einen Ausbau der Freiwilligendienste stark gemacht hatte und die Nachfrage nach freien Plätzen groß ist, scheint es ihr dabei aber gerade nicht um die Motivation Jugendlicher für Politik und deren aktiver Teilhabe an der Gestaltung des Gemeinwesens sowie politischer Prozesse zu gehen“, ist Glauber überzeugt. Dem hält er gegenüber, „dass junge Menschen wieder an politischen Entscheidungen beteiligt und nicht nur aus polittaktischen Gründen einbezogen werden müssen. Jugendpolitik heißt Beteiligungspolitik - für und vor allem mit den Jugendlichen“.






