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26.07.2007, Donau Kurier
Gesamtverschuldung der Stadt bei 500 Millionen
„Regensburg investiert am meisten“ (DK vom 25. Juli):
Es ist wohl nicht zu erwarten, dass die Rathausspitze bis zur nächsten Kommunalwahl am 2. März 2008 mit ihrer Informationspolitik auch nur ein Mindestmaß an Objektivität an den Tag legt. Ein gutes Beispiel ist die Darstellung des Finanzbürgermeisters Albert Wittmann zur Verschuldung der Stadt und zu den Bauinvestitionen. Während sonst der „Bürgerkonzern“ so gern herausgestellt wird, spielt er bei der Verschuldung plötzlich keine Rolle mehr. Dabei ist ein Blick auf die Gesamtverschuldung recht aufschlussreich.
Ende 2006 stand der Bürgerkonzern mit insgesamt 537,7 Millionen Euro in der Kreide. Allein die IFG (Industrie- Förder-Gesellschaft), ein Instrument, das ansonsten keine andere bayerische Stadt hat, ist mit 211 Millionen Euro verschuldet. Dem stehen zwar nicht unerhebliche Vermögenswerte gegenüber. Aber verschweigen darf man die halbe Milliarde Gesamtverschuldung mit seinen Gesellschaften trotzdem nicht. Wenn es einmal wirtschaftliche Probleme bei der IFG gibt, was wir selbstverständlich nicht wollen, dann steht die Stadt Ingolstadt mit ihrer Patronatserklärung gegenüber der IFG dafür gerade. Man sieht, das Eis ist gar nicht so dick, auf dem sich der „Bürgerkonzern“ bewegt. Durch Verschweigen wird es aber auch nicht dicker.
Markus Reichhart Finanzausschusssprecher FW-Fraktion
Hans Joachim Werner, MdL Finanzausschusssprecher SPD-Fraktion





