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Ratsinfo Ingolstadt

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16.01.2009 Presseerklärung

Warten auf die Nordumgehung

Vorwürfe gegen die Stadt bei FW-Veranstaltung

 

Etting (-) Die geplante Nordumgehung von Gaimersheim, die auch Etting tangiert und dem Ortsteil eine spürbare Verkehrsentlastung bringen soll, stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung, zu der die Freien Wähler ins Sportheim eingeladen hatten. Diskussionsteilnehmer bemängelten, dass mit dem Bau der Straße nicht begonnen werde, obwohl die Planung längst abgeschlossen sei. Weitere örtliche Themen waren das Baugebiet Westerberg und der Eisweiher in Etting. Außerdem ging es um kommunalpolitische Themen wie Stadionbau und GVZ II.

Die Wortmeldungen sahen vor allem die Fohrtführung der Nordumgehung über den geplanten Kreisel nördlich vor Etting als notwendig an. Dies muss, so Fraktionsvorsitzender Gietl als wesentlich zur Kenntnis genommen werden.

Bürgermeister Albert Wittmann (CSU), der an der sehr gut besuchten Veranstaltung teilnahm, regte an, zu überlegen, ob dies u. a. wegen des Flächenverbrauchs notwendig sei. Er trat auch der Meinung entgegen, die Stadt habe genügend Geld um Baumaßnahmen problemlos zu realisieren.

Wie im Baugebiet Westerberg gebaut wird, gefällt vielen Ettingern überhaupt nicht. So seien häufig die Abstandsflächen zwischen den Reihenhäusern zu gering. Die Stadt solle den Bauträgern nicht so sehr entgegenkommen, wurde argumentiert. Den Eisweiher in Etting, der gerade jetzt ein Tummelplatz für Eisstockschützen und Schlittschuhläufer ist, solle die Stadt ausbaggern lassen.

Zu den derzeit „großen“ kommunalpolitischen Themen wie Stadionbau und GVZ II nahm FW-Fraktionsvorsitzender Peter Gietl Stellung. Zwischen Stadt und Bayernoil würden jetzt ernsthafte Gespräche geführt und es deute sich an, dass das Stadion möglicherweise doch auf dem Bayernoil-Gelände gebaut werden kann. Zum GVZ II sagte Gietl, Der Standort innerhalb des Wasserschutzgebiets bei Etting sei endgültig zu den Akten gelegt. Für die FW und die gesamte Stadtratskoalition könne er sagen, dass in den Diskussionen um den Standort der Schutz des Trinkwassers immer die oberste Priorität gehabt habe. Zum Glück sei das Thema nun abgeschlossen, das GVZ II könne grundsätzlich an der Gaimersheimer Straße gebaut werden, wenngleich eine Reihe von Fragen vorher noch geklärt werden müssten. Zur beantragten Erweiterung des Westparks meinte Gietl, die geplante Ausdehnung der Verkaufsfläche könne er sich nicht vorstellen. Dies sei aber nur seine persönliche Meinung. Positiv stehe die FW der Neugestaltung des Ingobräu-Geländes in der Innenstadt gegenüber. Die Altstadt könne dadurch an Attraktivität gewinnen, vorausgesetzt es gelinge, eine hochwertige Architektur zu realisieren. Gietl verteidigte noch einmal das Vorgehen in Sachen Stadtbaurat. Statt juristische Auseinandersetzungen zu riskieren, sei eine Neuausschreibung allemal vernünftiger.

Zu Beginn der Veranstaltung war Landtagsabgeordneter Markus Reichhart kurz auf seine Arbeit im Landtag eingegangen. Er erklärte, im Mittelpunkt stünden derzeit die Beratungen des Doppelhaushalts 2009/2010. Bürgermeister Sepp Mißlbeck berichtete über seine Aufgaben als Sozialbürgermeister. Besondere Anliegen seien ihm die Jugendarbeit und die Integration der aus dem Ausland kommenden Mitbürger.