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Ortsentwicklung
Ziele der FW
Der „dörfliche Charakter“ soll an den wenigen Stellen, an denen er noch sichtbar wird, erhalten werden, z. B. im Bereich der Jakobskirche und dem Kirchenweg. Da ein zentraler Ortskern fehlt, sollen dezentrale Ortsschwerpunkte gebildet werden, z. B. bei den beiden Kirchen und im Bahnhofsbereich.
Im Bereich der Bundesstraße sollten vorhandene Baulücken mit repräsentativen und größer dimensionierten Gebäudekörpern geschlossen werden (keine Einfamilien- oder Reihenhausbebauung in diesem Bereich).
Ein großes Problem stellt die Parkplatzsituation im Bereich der Bundesstraße dar. Hier streben wir an, zusammen mit Experten für Ortsplanung und Verkehr nach Lösungsvarianten zu suchen.
Keine Zersiedelung der Landschaft. Die FW wollen keine Baumaßnahmen im Außenbereich, die nicht unbedingt erforderlich sind. (Hinweis: Der Privilegierung von landwirtschaftlichen Gebäuden sind allerdings keine großen Hürden gesetzt und liegen in der Genehmigungszuständigkeit des Landratsamtes).
Das Wachstum der Gemeinde soll auch in den nächsten Jahren gezielt und überschaubar erfolgen. Deshalb soll auch in nächster Zeit keine Ausweisung von großen neuen Baugebiete erfolgen. Das bedeutet keinen Stillstand, mit Blick auf die bereits ausgewiesenen Baurechte und die landwirtschaftlichen Hofstellen im Ortsbereich aus denen sich ebenfalls immer wieder Neubaumöglichkeiten ergeben. Fazit: Wir wollen den Kurs der letzten Jahre beibehalten.
Überprüfung der Baulandsicherung für Einheimische auf den wirklichen Bedarf. Hier wurden mit den Stimmen der FW wieder Grundstücke für Einheimische im Baugebiet Bach-/Pestalozzistraße ermöglicht.
Familienfreundliche Ortsentwicklung: Bei der Straßen- und Verkehrsplanung sollen stärker die Belange von Kindern und Senioren berücksichtigt werden.
Für Kinder: Die Sicherheit der Wege zu den Kindergärten und Schulen hat für uns große Priorität.
Für Senioren: Hier legen wir großen Wert auf die Möglichkeit für Senioren, die in ihren Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt sind, die innerörtlichen Geschäfte sicher zu erreichen.
Bei den Kinderspielplätzen ist die Ausstattung zu überprüfen, ob sie noch zeitgemäß oder gegebenenfalls zu erneuern ist.
Wir wollen, dass ein Strukturplan zur mittel- und langfristigen Ortsentwicklung erstellt wird.
Die FW befürworten ein weiteres Wachstum der Gemeinde, wenn sich dadurch die Infrastruktur, der bereits hier lebenden Bevölkerung verbessert. Unter Infrastruktur verstehen wir hier vor allem:
- Verbesserte Einkaufsmöglichkeiten z.B. durch Ladengeschäfte, die derzeit nur in Fürstenfeldbruck vorhanden sind (z. B. Drogerie, Buchhandlung, Schuhhandlung).
- Ansiedlung von Geschäften die den Bedarf der Bevölkerung abrunden (das könnte mittel- und langfristig z. B. auch ein Discounter sein).
- Verbesserte Versorgung mit Fachärzten (z.B. Kinderarzt).
- Ortsdurchfahrt: Keine zusätzlichen Ampeln aber weitere Querungshilfen und eine Verbesserung der Situation für Radfahrer im Bereich der Bundesstraße.
- Weiterer Ausbau des Radwegenetzes und Verbesserung der Infrastruktur für Radfahrer (z.B. Abstellmöglichkeiten für Fahrräder am Bahnhof).
Derzeitige Situation
Mammendorf war in den letzten 10 – 15 Jahren die Gemeinde mit dem größten Bevölkerungswachstum im Landkreis. Seit zwei bis drei Jahren hat sich das Wachstum abgeschwächt. Die Entwicklung seit 1985 nahm folgenden Verlauf:
1985 = 2.483 Einwohner,
1990 = 3.044,
1995 = 3.438,
2000 = 4.018,
2003 = 4.409,
2006 = 4.522.
Bei Ausschöpfung der bereits vorhandenen Baurechte (Neue Baugebiete und Verdichtung in bestehenden Gebieten wird die Einwohnerzahl auf über 5.000 steigen. Diese Entwicklung steht im Prinzip bereits fest.
Das Ortsbild wird immer diffuser und verliert seinen und verliert seinen dörflichen Charakter. Seit der Anbindung an die S-Bahn ist diese Entwicklung schon zu weit fortgeschritten und nicht mehr umkehrbar.
Beispiele: Neukauf insbesondere Ansicht zur Hauptstraße und diverse Neubauten bzw. Bauvorhaben auf ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen.
Ausweisung von Neubau- und Gewerbegebieten mit zum Teil großen Dimensionen (z. B. Neubaugebiet zwischen Grotten- und Bahnhofsstraße und Gewerbegebiet am Kugelbichl) in der Gemeinderatsperiode vor 2002. In den letzten 6 Jahren lediglich noch die Ausweisung eines kleinen Neubaugebiets im Bereich Pestalozzi-/ Bachstraße.
Auswirkungen des Bevölkerungswachstums auf die Infrastruktur sind derzeit nicht akut. Die Dimensionierung von z. B. Wasserversorgung, Kanalisation, Abwasserbeseitigungsanlage, Kindergärten und Schulen ist bis auf weiteres ausreichen.

