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Klimaschutz / Energieversorgung / erneuerbare Energieformen
Ziele der FW
Unterstützung von „Ziel 21“ den Landkreis energieunabhängig zu machen.
Energiewende durch die Förderung und Nutzung von erneuerbaren Energieformen, auch bereits in einem frühen Stadium um Erfahrung zu gewinnen. Prüfung ob die Energie- bzw. Schadstoffbilanz positiv ist. Hierbei sollte auf eine Mischung von Energieformen Wert gelegt werden, da die Ressourcen je Energieform nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen.
Für das Vorhaben in Mammendorf, im Bereich des Ortsteiles Egg, eine Biogasanlage zu errichten sind vor einer Genehmigung die Risiken und Chancen gründlich zu untersuchen. Unter dem Aspekt der Gewinnung von regenerativer Energie und dem Ziel des Landkreises zur Energiewende ist das Vorhaben hoch interessant. Es gibt aber auch eine Reihe von kritischen Punkten. Für die Genehmigung ist die Änderung des Flächennutzungsplanes erforderlich. Dabei sind alle relevanten Behörden und Verbände beteiligt. Wir erhalten dadurch alle wichtigen positiven und negativen Fakten auf den Tisch, wie z. B.
- die zu erwartende Verkehrsbelastung,
- die Eignung der vorhandenen Straßen für den Transport der Rohstoffe
zur Anlage und - die Energiebilanz der Biogasanlage unter Einschluss der Erzeugung der
landwirtschaftlichen Rohstoffe und dem Transport.
Die FW werden erst nach Abwägung aller Fakten endgültig zu dem Vorhaben entscheiden.
Schaffung eines „Energie-Konzeptes“ für die Gemeinde Mammendorf, sowohl für Gemeindegebäude als auch für Privathäuser. Untersuchung welche erneuerbaren Energieformen für unsere Gemeinde in Frage kommen und eine positive Energie- bzw. Umweltbilanz haben (Verringerung des CO ² Ausstoßes).
Zusätzlich Förderung von energiesparenden Maßnahmen insbesondere bei bestehenden Gebäuden (Organisation von Energie-Beratungen, intensive Information der Bürger und ggf. Förderung durch die Gemeinde soweit finanziell möglich). Gelungene Energiesparbeispiele vermarkten. Fördermaßnahmen der Gemeinde müssen mit anderen staatlichen Fördermöglichkeiten abgestimmt sein.
Zusammen mit Ziel 21 vom Landkreis wollen wir untersuchen welche speziellen, auf die Situation von Mammendorf zugeschnittenen Projekte und Maßnahmen, für die Energiewende im Landkreis sinnvoll sind und uns für deren Umsetzung einsetzen.
Derzeitige Situation
Die Anzeichen für einen menschengemachten Klimawandel zeigen sich in den letzten Jahren immer deutlicher (zum Beispiel: lange Trockenperioden, Starkregenereignisse, Gletscherschmelze in den Alpen und in der Arktis und höhere Sommertemperaturen als noch vor 20 – 30 Jahren).
Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass dafür insbesondere der erhöhte CO ² Gehalt in der Atmosphäre verantwortlich ist. Die Erhöhung des CO ² ist eine Folge der Verbrennung von fossilen Brennstoffen wir Kohle und Erdöl seit dem Beginn der Industrialisierung vor etwa 150 Jahren.
Die weltweiten Vorräte an Erdöl reichen voraussichtlich noch für ein paar Jahrzehnte, bei Ergas etwas länger. Durch die Erhöhung der Nachfrage durch Länder wie China und Indien und die beginnende Verknappung sind die Energiepreise stark gestiegen und werden voraussichtlich weiter stark ansteigen. Die leicht zugänglichen Förderstätten werden bald versiegen und die Förderung der noch vorhandenen Reserven wird immer aufwendiger
(z. B. bei dem in Teersänden gebundenen Öl in Kanada).
Deutschland verfügt über keine nennenswerten Vorkommen an Öl und Gas und muss daher diese Güter für teures Geld einführen, dieses Geld ist für den heimischen Wirtschaftskreislauf verloren. Außerdem sind wir abhängig von Lieferungen aus dem Ausland (Lieferunsicherheiten z. B. aus Russland).
Der Landkreis Fürstenfeldbruck will bis 2030 energieunabhängig sein und mindestens soviel Energie erzeugen wie im Landkreis verbraucht wird. Dazu wurde der Verein „Ziel 21“ gegründet.
Es gibt im Landkreis verstärkte Bemühungen Energie aus erneuerbaren (regenerativen) Energieformen zu gewinnen. Zum Beispiel in Form von Solaranlagen auf Dächern, in letzter Zeit auch auf großen Freiflächen. Im landwirtschaftlichen Bereich gibt es auch eine Reihe von Biogasanlagen, die aktuell aufgrund der stark gestiegenen Preise für Nahrungs- und Futtermittel (z. B. für Getreide und Mais) aber Probleme mit der Wirtschaftlichkeit haben.
Windenergie spielt im Landkreis keine Rolle und die Wasserkraftmöglichkeiten an der Amper sind größtenteils ausgeschöpft. Hackschnitzelheizungen haben noch Chancen, aber in begrenztem Umfang, da durch die hohe Nachfrage die Preise auch für Holz und Holzabfälle deutlich gestiegen sind.
Im Bereich der Energieeinsparung sowohl im Heizungsbereich wie auch bei Kraftfahrzeugen steckt noch sehr viel Potenzial.

