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2011 -FW Mammendorf - Energiewende?

Liebe Mitglieder und Freunde der Freien Wähler Mammendorf,

in diesem Newsletter ist das Hauptthema die Umweltpolitik in unserer Gemeinde und im Landkreis Fürstenfeldbruck. Ein großes Problem im Bereich der Solarstromerzeugung ist die drastische Senkung der Einspeisevergütungen im Laufe des Jahres 2010. Ziel 21 ruft deshalb zur Unterstützung der Unterschriftenaktion des Bundesverband Solarwirtschaft auf. Nähere Informationen finden sie unter

http://www.solar-made-in-germany.de/

Ziel 21 weist auch auf die Resolution der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Solarinitiativen (ABSI) und den Leitfaden für Photovoltaik-Freiflächenanlagen der ABSI hin. Beides finden Sie auf der Internetseite von ZIEL 21 www.ziel21.de.

Ich bitte Sie die Unterschriften Aktion und damit den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien zu unterstützen.

Lesen Sie auch den folgenden Artikel unseres Umweltreferenten zu unserem Thema.

 

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Bauer
(Fraktionsvorsitzender)

Energiewende im Landkreis bis 2030 – Wer will dieses Ziel noch?

Umweltreferent Werner Zauser

Als der Kreistag im Jahr 2000 den Beschluss fasste, im Landkreis bis zum Jahr 2030 selbst so viel Energie zu erzeugen wie verbraucht wird, war die Freude und Zustimmung quer durch alle Gruppierungen groß. Die Presse feierte die kühne Zukunftsvision und unser Landkreis war bundesweit Vorreiter bei der Energiewende. Es folgte im Jahr 2001 die Gründung von ZIEL 21 mit der wichtiger Schritt zur Umsetzung des Beschlusses getan wurde. Von Anfang an war klar, dass sich das Ziel nur verwirklichen lässt, wenn man sich ihm entschlossen von zwei Seiten her nähert. Auf der einen Seite muss der aktuelle Energieverbrauch massiv reduziert werden und auf der anderen Seite der Ausbau von erneuerbaren Energien erfolgen. ZIEL 21 hat im Bereich der Energieeinsparung bisher schon einiges auf die Beine gestellt und den Landkreis und seine Kommunen mit einem dichten Netz an Beratungsangeboten durchdrungen. Allein mit Energieeinsparung wird sich das Ziel, bis 2030 energieautark zu sein, aber nicht erreichen lassen. Es muss auch beim Ausbau der erneuerbaren Energien konsequent vorangehen, wenn es mit der Energiewende im Landkreis klappen soll. Hier kann man als intensiv Beteiligter momentan den Eindruck gewinnen, dass ein visionäres Ziel nur so lange von allen Beteiligten gut gefunden wird, bis es zur konkreten Umsetzung geht und man dabei feststellen muss, dass sich daraus auch Belastungen ergeben können. Politisch gesehen ist dabei zunächst ein Blick auf den Kreistag zu werfen. Seit der Beschlussfassung ist außer der Gründung von ZIEL 21 nicht mehr sehr viel zur konkreten Umsetzung geschehen. Augenblicklich versuchen eine Reihe von Landkreisgemeinden im Rahmen ihrer Möglichkeiten Anlagen für erneuerbare Energien anzusiedeln. Dabei werden sie vom Kreis ziemlich allein gelassen und versuchen zum Beispiel bei der Genehmigung von Freiflächenanlagen für Photovoltaik einen Weg zu finden zwischen dem Beitrag zur Energiewende und berechtigten Interessen und Protesten heimischer Bürgerinnen und Bürger. In der Kommunikation über die Bemühungen die Energiewende voranzubringen fällt auf, dass sich die Medien derzeit sehr kritisch mit geplanten Anlagen für erneuerbare Energien auseinandersetzen, egal ob es sich dabei um Bioenergie, Photovoltaik oder Windenergie handelt. Selbst wenn bei Versammlungen nur einzelne Bürger Bedenken äußern, ist man nach dem Studium der Presseberichte geneigt anzunehmen, dass es in den Kommunen breite Protestbewegungen gegen Anlagen aller Art gäbe, was nach meiner persönlichen Wahrnehmung nicht zutrifft. Vielfach fehlt es an fundierter Information und dies ist aus meiner Sicht der erste Punkt, an dem es gilt massiv anzusetzen. Das Ziel der Energiewende bis 2030 ist kein Selbstzweck, sondern ein wichtiger regionaler Beitrag unser Land bei der Energieversorgung unabhängig zu machen. Dazu braucht es viel mehr an Information als bisher. Der zweite Punkt betrifft die Umsetzung. Die politischen Gruppierungen im Kreistag sollten den 10-jährigen Jahrestages des Beschlusses zur Energiewende dazu nutzen intensiv zu diskutieren, ob es für das Ziel noch eine breite Mehrheit und auch einen Gestaltungswillen gibt. Wenn dies im positiven Sinn der Fall sein sollte, dann braucht es als nächstes eine Art „Masterplan“ zur seiner Verwirklichung. Es muss dabei zunächst festgestellt werden wie viel Energieressourcen bis zum Jahr 2030 erforderlich sein werden. Abzüglich des aktuellen Wertes ergibt sich die zu schließende Lücke. In einer kleinen Expertengruppe könnten dann in einem nächsten Schritt Szenarien entwickelt werden mit wie vielen Anlagen welchen Typs das Ziel erreicht werden kann. Dazu gehört auch eine Planung des Zeitrahmens und eine Vorstellung in welchen Bereichen des Landkreises welche Anlagen sinnvoll sind. Danach braucht es eine intensive Besprechung der Pläne mit den Kommunen, denn die Planungshoheit liegt zu Recht auf dieser Ebene. Insgesamt könnte so eine im Landkreis abgestimmte Vorgehensweise entstehen, die wieder Zug in das Thema Energiewende bis 2030 bringt. Vielleicht steckt in dem Thema aber auch nicht mehr genügend Zugkraft. Dann wäre es ehrlicher die Vision von der Energiewende 2030 im Landkreis zu beerdigen und jeder Kommune und den Bürgern zu empfehlen zu tun oder zu lassen was sie selbst für richtig halten.

Werner Zauser
Referent für Energie und Umwelt der Gemeinde Mammendorf