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5. 5. 2015

FREIE WÄHLER zum Ansturm aufs G9:

Alle Anmeldungen müssen berücksichtigt werden -  wer G9 will, muss es wählen dürfen

München - Die FREIEN WÄHLER haben die Staatsregierung mit einem Dringlichkeitsantrag im Bayerischen Landtag aufgefordert zu gewährleisten, dass alle Schülerinnen und Schüler, die sich für ein neunjähriges Gymnasium entscheiden, auch einen Platz bekommen. An den zum Modellprojekt zugelassenen Mittelstufe Plus-Gymnasien in Oberbayern ist das Interesse am G9 aktuell derart groß, dass Schüler kaum noch das G8 wählen. „Es darf deshalb jedoch keinesfalls soweit kommen, dass Eltern und Schüler, die sich bewusst für mehr Zeit zum Lernen und Leben entscheiden, abgewiesen werden“, so Professor Michael Piazolo, Landtagsabgeordneter der FREIEN WÄHLER.

Alle im Rahmen der „Mittelstufe Plus“ eingegangenen Anmeldungen für den neunjährigen Bildungsgang müssten berücksichtigt werden. Dies dürfe auch nicht durch organisatorische oder rechtliche Hemmnisse torpediert werden, mahnt zudem Florian Streibl, MdL und Bezirksvorsitzender der FREIEN WÄHLER Oberbayern: „Bildungsminister Spaenle muss den überwältigenden Zuspruch für das neunjährige Gymnasium akzeptieren – auch wenn diese Abstimmung mit den Füßen letztlich eine schallende Ohrfeige für seine monatelange Verhinderungstaktik ist.“

Im Interesse aller Eltern und Schüler in Oberbayern fordern die FREIEN WÄHLER die Staatsregierung nun zu einer raschen Reaktion auf: Das Verbot der Klassenmehrung müsse aufgehoben und das Budget für Lehrerstunden so erhöht werden, dass ausreichend Klassen und Lehrer vorhanden seien. Streibl: „Es gilt jetzt, den Eltern- und Schülerwillen auch umzusetzen. Deshalb muss unbedingt vermieden werden, dass gleich zu Beginn am G9 interessierte Schülerinnen und Schüler abgewiesen werden.“

 

(Bild von links) Gottfried Obermair (Pressereferent FW Obb) und Florian Streibl (MdL und Bezirksvorsitzender FW Obb) im Gespräch mit den Initiatoren des Volksbegehrens G8/G9 Professor Michael Piazolo (MdL), Günther Felbinger (MdL) und dem Pressesprecher der Landtagsfraktion Dirk Oberjasper.