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12.2.2015

JFW OBB lehnen die Legalisierung von sämtlichen Drogen ab

Die Jungen Freien Wähler in Oberbayern können den Vorstoß von SPD-Generalsekretärin Natascha Kohnen nach der Legalisierung von Cannabis nicht nachvollziehen und finden diese Idee reine Augenwischerei. Der Bezirksvorsitzende der JFW Oberbayern, Markus Erhorn, stellte sich vehement gegen eine solche Forderung: „Die Jungen Freien Wähler lehnen eine Legalisierung aller Drogen strikt ab! Wir sind zutiefst bestürzt, dass solch eine Forderung von einer demokratischen Partei gestellt wird". Eine solche Forderung verharmlose den Konsum harter Drogen und die schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen, die ein solcher mit sich bringe, erklärte Erhorn.

 

Auch JFW-Vize Robert Weller, er ist Polizeibeamter, bekräftigt dies: „Eine Partei die für die Legalisierung einer Droge steht, kann weder ernst genommen, noch als Parlamentspartei in Frage kommen. Es stellt sich nicht die Frage, wie wir Cannabis aus der Kriminalitätsecke herausholen können, sondern was wir damit Tür und Tor öffnen. Cannabis und Haschisch sind und bleiben Einstiegsdrogen. Bereits bei den ach so harmlosen Kräutermischungen wurden wir eines besseren belehrt. Durch eine Legalisierung von Cannbisprodukten würden Konsumenten in Zukunft noch eher über den Konsum von härteren Drogen nachdenken und somit auch eher in Kontakt kommen. Mehr Menschen würden abhängig, da keine strafbare Handlung mehr vorliegt. Die Zahl der schwer Abhängigen würde dann steigen. Haschisch wird oft als harmlose Droge dargestellt. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Der Wirkstoffgehalt THC steigt durch moderne Züchtungen immer mehr. Würden noch mehr Menschen in Deutschland Cannabis konsumieren, würde auch die Drogenproblematiken steigen. Der Konsum von THC schlägt sich direkt auf das Zentralnervensystem des Konsumenten nieder. Somit besteht eine große Gefahr von irreparablen Schädigungen im Gehirn und der menschlichen Psyche. Verschiedenste Studien zeigen eindeutig ein höheres Risiko für die Auslösung psychotischer Erkrankungen auf. Und durch die entstanden Krankheitsbilder würden mehr Menschen einen Therapieplatz benötigen. Verbunden damit steigen auch die Gesundheitskosten in Deutschland, was erhebliche Auswirkungen auf unser Gesundheitssystem haben könnte. Ähnliches konnte man bereits bei den sog. legalen Kräutermischungen beobachten. Kräutermischungen sind laut ihren Herstellern „exotische Kräuter mit einer ähnlichen Wirkung wie THC“ und werden als Ersatz für Cannabisprodukte legal verkauft. Tatsächlich handelt es sich bei Kräutermischungen aber um minderwertige Pflanzenteile die mit synthetischen Cannabinoiden versetzt werden. Diese künstlich hergestellten Wirkstoffe werden im Labor schneller verändert, als sie die deutsche Gesetzgebung in die Anlagen des Betäubungsmittelgesetztes aufnehmen kann. Daraus ergibt sich ein Katz und Mausspiel zwischen Dealern und Behörden. Viele dieser Kräuterkonsumenten leiden heute an Langzeitwirkungen wie Halluzinationen und Verwirrungszuständen. Das kann und darf nicht Ziel der Politik sein, so mit Suchtthemen umzugehen. Ich hoffe nur, dass die SPD und die Grünen hier bald umdenken.“