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28. Januar 2013

Bayerns Bildungslandschaft in Bewegung

FREIE WÄHLER luden zum Parlamentarischen Abend „Bayerns Bildungslandschaft in Bewegung“

Felbinger: Überaltertes Schulsystem endlich veränderten gesellschaftlichen Bedingungen anpassen

München (do). Die demographische Entwicklung, ein verändertes Übertrittsverhalten, eine wachsende Zahl von Kindern mit Migrationshintergrund und das erklärte Ziel der sozialen Inklusion – über diese bildungspolitischen Herausforderungen der kommenden Jahre haben die FREIEN WÄHLER am Freitag mit 80 Gästen aus Politik, Wissenschaft und Bildungsverbänden im Bayerischen Landtag diskutiert. Eva Gottstein, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Mitglied im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags, eröffnete den Parlamentarischen Abend „Bayerns Bildungslandschaft in Bewegung“ mit der Feststellung, Bildung sei „der Motor unserer gesellschaftlichen Entwicklung. Es ist daher auch wichtig, die bisherige Trennung zwischen ‚Schule‘ und ‚Eltern‘ aufzuheben. Wir benötigen dazu mehr Beratungslehrer und mehr Eltern, die die Schule ihres Kindes besser kennen – so vermeiden wir auch, dass der Schulstress immer weiter wächst. Außerdem werden in unserer Bildungslandschaft Schulnoten deutlich überbewertet. Ein Kind ist jedoch mehr wert als sein schulischer Erfolg – das sollten wir nicht vergessen – als Eltern, als Pädagogen, als Bildungspolitiker.“

„Bayerns Bildungslandschaft steht vor großen Herausforderungen, denen sich die Landespolitik endlich stellen muss“, so der bildungspolitische Fraktionssprecher Günther Felbinger zum Auftakt seines Impulsreferats. „Wir benötigen mehr Verlässlichkeit, mehr Lehrer, mehr Geld statt eines ‚weiter-so‘, wie es die CSU bevorzugt.“ Dies werde den langfristigen Erfordernissen einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Bildungspolitik nicht mehr gerecht. „Die größte Herausforderung liegt darin, das überalterte Schulsystem dem gesellschaftlichen Wandel und den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen anzupassen. Wir FREIE WÄHLER fordern den Erhalt aller Grundschulstandorte, lehnen die Gemeinschaftsschule jedoch ab. Wir wollen vor allem im strukturschwachen ländlichen Raum Möglichkeiten schaffen, mehrere Schularten unter einem Dach unterzubringen, um qualitativ hochwertige Bildungseinrichtungen flächendeckend zu erhalten.“ Prof. Dr. Michael Piazolo, MdL und hochschulpolitischer Fraktionssprecher, äußerte, bisher werde Bildungspolitik noch zu sehr aus der Vogelperspektive heraus gestaltet, „aus der Sicht zentralistisch handelnder Ministerien in den Landeshauptstädten.“

Die anschließende Diskussionsrunde war sich darüber einig, dass Bildungspolitik aus Sicht der Bürgermeister vor allem Struktur- und Standortpolitik sei. „Es sind doch die Städte und Gemeinden vor Ort, die Ganztagsschulen finanziell erst ermöglichen“, so der Referent Dr. Manfred Riederle vom Bayerischen Städtetag. Deshalb müssten den Entscheidungsträgern vor Ort in Abstimmung mit dem Kultusministerium deutlich mehr Entscheidungskompetenzen zugebilligt werden. Nur wenn vor Ort passgenaue Lösungen, aber auch neue Formen der frühkindlichen wie erwachsenenpädagogischen Bildung gefunden würden, könne Bayerns Bildungslandschaft wieder zukunftsfähig werden.

Quelle: FREIE WÄHLER Landtagsfraktion
Fotos: Nicolai Hartung / Peter Knoll

(v.l.): MdL Prof. Dr. Michael Piazolo, Dr. Christof Prechtl (Leiter Bildung vbw), MdL Eva Gottstein, Prof. Dr. Guido Pollak (Universität Passau), Gerhard Koller (Eschenauer Forum), Dr. Manfred Riederle (Bayerischer Städtetag) und MdL Günther Felbinger